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Motten beseitigen durch Kammerjäger

Oft werden Nachtfalter als Motten bezeichnet. Der Begriff umfasst jedoch auch weitere Tierarten aus der Familie der Schmetterlinge. Meist werden unter Motten Großschmetterlinge verstanden, die vorzugsweise in der Nacht aktiv sind. Allerdings sind nicht alle Motten bzw. Nachtfalter nachtaktiv. Viele Motten sind dunkel gefärbt, damit sie am Tag gut getarnt sind, während sie ruhen.

Motten aus der Familie der Schmetterlinge

Wer jedoch von den „Echten Motten“ spricht, meint eine Familie der Schmetterlinge. Sie sind klein bis mittelgroße und haben befranste Flügel. Zu dieser Mottenfamilie zählt beispielsweise die Kleidermotte, die als Textilschädling auftreten kann. Insgesamt leben hierzulande rund 80 Arten der Echten Motte. Weltweit sind über 2.000 Arten bekannt, die sich in verschiedene Unterfamilien aufteilen. Motten, die als Materialschädlinge gelten, fliegen meist nicht, sondern kriechen. Die Larven entwickeln sich in seidenen Raupenkokons zu Motten. Zuvor leben die Larven in seidenen Röhrchen oder Hülsen.

Lebensmittelmotten als Vorratsschädlinge

Auch die sogenannten „Zünsler“ wie die Dörrobstmotte oder die Mehlmotte, die als Vorratsschädlinge bekannt sind, gehören zu den Motten. Diese Arten werden meist auch als Lebensmittelmotte bezeichnet. Weltweit gibt es rund 6.200 Zünslerfalter, von denen viele in den Tropen leben. In Mitteleuropa sind rund 145 Arten zu Hause. In dieser Schmetterlingsfamilie findet man zum Teil recht große Falter. Die Tiere fallen unter anderem durch besondere Merkmale in der Äderung der Vorderflügel auf. Die Tiere haben sich an die vielfältigsten Lebensräume angepasst und sind zunehmend auch in der Nähe von Menschen zu finden, wo sie als Vorratsschädlinge auffallen. Meist deuten feine Gespinste, versponnener Kot, Fraßspuren oder Häutungsreste von Motten auf Lebensmittelmotten hin.

Die ausgewachsenen Motten fressen übrigens nicht mehr. Schäden an Materialien oder Lebensmitteln gehen ausschließlich von den Larven aus. Erwachsene Motten paaren sich und legen ihre Eier direkt im Substrat, beispielsweise in Textilien, ab. Dort entwickeln sich dann die Larven und fressen Lebensmittel oder Kleidungsstücke.

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